Die Ladedauer von E-Autos:

Wie wird sie berechnet und was sind Einflussfaktoren?

Ladesäule mit E-Auto

Ladezeit von Elektroautos: So lange dauert es.

Möchten Sie E-Autos für Ihren Fuhrpark anschaffen, ist nicht nur die Reichweite ein wichtiger Faktor, sondern auch die Ladezeit. Die Ladedauer sollte am besten nicht allzu lang sein, damit Sie und Ihre Fahrer keine langen Wartezeiten in Kauf nehmen müssen, bevor die Autos startbereit sind. Wie lange dauert es also, ein Elektroauto zu laden, und welche Faktoren beeinflussen die Ladedauer?


Wie lange lädt ein E-Auto?

Wie lange ein E-Auto zum Laden benötigt, hängt von vielen Faktoren ab und ist von Modell zu Modell unterschiedlich. Als Faustformel lässt sich die Ladezeit grob wie folgt berechnen:

Akkukapazität (kWh) / Ladeleistung (kW) = Ladezeit (h)1

Ein Beispiel: Wenn Sie ein Elektroauto mit einer Akkukapazität von 70 kWh besitzen und das Auto an einer Ladesäule mit einer Ladeleistung von 10 Kilowattstunden auflädt, dann dauert der Ladevorgang ungefähr sieben Stunden. An Schnellladestationen liegt die Ladeleistung bei etwa 50 Kilowattstunden. Das bedeutet, dass Sie hier nur etwa anderthalb Stunden für den Ladevorgang einrechnen müssen. Dies ist jedoch nur ein grober Richtwert, da die Ladezeit nicht nur von der Ladegeschwindigkeit der Ladesäule und der Akkukapazität abhängt, sondern auch von anderen Faktoren, die wir Ihnen nun vorstellen.


Das beeinflusst die Ladedauer.

Ladeleistung und Kapazität.

Die Ladedauer eines Elektroautos wird wie beschrieben hauptsächlich durch die Kapazität des Akkus und die Ladeleistung beeinflusst. Fahrzeuge mit einer Kapazität von 70 kWh, die an einer Schnellladestation mit 50 Kilowattstunden geladen werden, haben schneller einen hohen Ladestand erreicht als Modelle mit einer niedrigeren Kapazität, welche an einer normalen Ladesäule mit einer Ladegeschwindigkeit von 10 Kilowattstunden geladen werden.

Art der Ladesäule.

Darüber hinaus kommt es darauf an, an welcher Art von Ladestation Ihre E-Autos aufladen. Grundsätzlich ist es möglich, ein Elektroauto an einer herkömmlichen Haushaltssteckdose aufzuladen. Das kann durch die langfristig hohe geforderte Leistung jedoch zu Überhitzung und im schlechtesten Fall zu einem Brand führen. Zudem dauert das Laden an einer Haushaltssteckdose aufgrund der gedrosselten Leistung in der Regel mindestens zehn Stunden – also ein ziemlich langer Prozess, der meist in der Nacht vonstattengeht. Als Unternehmen mit Fuhrpark profitieren Sie daher von professionellen Ladelösungen.

Deutlich sicherer und einfacher funktioniert das Laden per Wallbox. Eine Wallbox ist eine Wandladestation, die Sie auf Ihrem Firmengelände oder bei Ihren Dienstwagenfahrern zuhause einsetzen können. Im Gegensatz zur Haushaltssteckdose ist die Ladeleistung deutlich höher und das Laden sicherer, da die Gefahr von Überhitzung und Kabelbrand durch Schutzschalter minimiert wird. Hier liegt die Ladedauer zwischen zwei und sechs Stunden und die Ladegeschwindigkeit beträgt zwischen 7,4 und 11 Kilowattstunden.

An einer herkömmlichen Ladesäule benötigen Sie unterwegs oder auf Ihrem Firmenparkplatz zwischen zwei und vier Stunden, um das Elektroauto zu laden. Der Wechselstrom, der aus der Ladestation kommt, wird erst im Auto in Gleichstrom umgewandelt, was genau wie bei der Wallbox zu längeren Ladezeiten führt. Schneller sind da die sogenannten Schnellladestationen. Je nach Leistung kann ein Auto innerhalb von etwa einer halben Stunde bis einer Stunde auf 80 % aufgeladen werden. Hier liegen die Ladegeschwindigkeiten bei etwa 50 Kilowattstunden. Den schnellen Ladevorgang macht das DC-Laden möglich. Das bedeutet, dass schon im Ladegerät der Wechselstrom in Gleichstrom umgewandelt wird, um das Auto zu laden.

Eine Schnellladestation sorgt zwar für einen schnellen Ladevorgang, das Schnellladen wirkt sich jedoch negativ auf die Leistungsfähigkeit des Akkus aus. Deshalb sollte das Auto nicht immer an Schnellladestationen geladen werden, sondern eher in wenigen Ausnahmefällen, wenn es tatsächlich schnell gehen muss. Wenn Sie bzw. Ihre Fahrer also wissen, dass am nächsten Tag eine lange Reise oder viele Kundentermine anstehen, sorgen Sie am besten dafür, dass das Auto bequem über Nacht an einer herkömmlichen Ladestation oder Wallbox laden kann.

Temperatur der Batterie und Außentemperatur.

Die Außentemperatur spielt ebenso eine Rolle bei der Ladedauer von E-Autos. An besonders heißen Tagen, an denen Temperaturen von über 40 °C herrschen, kann es zu einem Rückgang der Ladeleistung kommen. Auch extrem kalte Temperaturen wirken sich negativ auf die Kapazität und die Dauer des Ladevorgangs aus. Gerade über Nacht können die Temperaturen schnell abfallen, weshalb Sie Ihre Autos dann lieber nicht aufladen oder, wenn möglich, zumindest geschützt in der Garage laden sollten. Halten Sie bei heißen und kalten Temperaturen den Akkustand ungefähr bei 50 %. Für die Ladedauer und die Kapazität des Akkus sind Temperaturen zwischen 20 °C und 22 °C ideal.

Ladestand der Batterie.

Generell sagt man, dass es länger dauert, eine entladene Batterie wieder vollständig aufzuladen, als eine Batterie, die noch Restladung hat. Halten Sie deshalb den Ladestand der Batterie mindestens auf 20 %. Laden Sie das Auto dann aber auch nicht auf 100 % auf, sondern halten Sie es am besten zwischen 20 % und 80 %. Das schont den Akku des Autos.


Das Auto voll aufladen oder besser nicht?

Für den Akku des Elektroautos ist es wichtig, extreme Ladestände zu vermeiden. Das bedeutet, dass das Auto nicht über eine lange Zeit bei 100 %, aber auch nicht bei 0 % Akku liegen sollte. Am besten ist ein Ladestand zwischen dreiviertelleer und dreiviertelvoll – sprich zwischen 25 und 75 %. Bei längeren Standzeiten der Fahrzeuge in Ihrem Fuhrpark sollten Sie somit darauf achten, dennoch ab und zu die Akkus zu laden, um eine Tiefentladung zu verhindern. Haben Sie oder Ihre Fahrer ein E-Auto einmal vollständig aufgeladen, lassen Sie es am besten nicht über eine lange Zeit hinweg stehen, sondern fahren Sie direkt los. Darüber hinaus ist es für den Akku auch nicht förderlich, ihn nach jeder Fahrt wieder aufzuladen, da er dann an Leistungsfähigkeit einbüßt.

Es gibt bereits intelligente Apps oder Timer, die Ihnen und Ihren Fahrern dabei helfen können, den Ladevorgang zu optimieren. Diese Helfer stoppen den Ladeprozess, wenn eine gewisse Ladung erreicht ist. So erreichen Sie keine 100 %, die auf Dauer schädlich für den Akku sein können.


Fazit.

Wie lange das Aufladen eines Elektroautos dauert, hängt nicht nur von der Ladegeschwindigkeit und der Akkukapazität, sondern auch von vielen anderen Faktoren ab. Zuerst einmal spielt es eine Rolle, an welcher Ladesäule das Auto geladen wird. Die Schnellladesäule ist mit einer Ladedauer von einer halben Stunde die schnellste Option, wirkt sich mit der Zeit aber negativ auf den Akku aus. Informieren Sie sich deshalb vorher, welche Ladeleistung verschiedene Ladestationen aufweisen und wie hoch die Akkukapazität ist.


Quellen:
1 Ladezeit von E-Autos – So lange dauert das Laden von Elektroautos | dkv-mobility.com

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