Rekuperation bei Elektroautos.

Rekuperation trägt wesentlich zur Effizienz von Elektroautos bei. Doch was versteht man unter der Technik der Energierückgewinnung? Wir zeigen Ihnen, wie Rekuperation bei Elektroautos funktioniert und welche Vorteile sich daraus vor allem für die Umwelt und für Ihre Unternehmensflotte ergeben.

Vogelperspektive Nachts von einer Autobahn

Was ist Rekuperation?

Rekuperation bedeutet, dass Energie zurückgewonnen wird, die sonst verloren gehen würde. Das Wort leitet sich vom lateinischen „recuperare“ ab, das so viel wie „wiedererlangen“ bedeutet. Dieser Vorgang spielt sich zum Beispiel in Elektro- oder Hybridfahrzeugen ab. Genauer gesagt, wenn Sie den Fuß vom Pedal nehmen oder das Bremspedal aktiv betätigen und dadurch bremsen. Wie stark das Auto bremst, wenn Sie den Fuß vom Gaspedal nehmen, hängt von der Stärke der Rekuperation ab, die ausgewählt wurde. Die Stärke können Sie im D-Modus selbst auswählen. Bei der höchsten Einstellung kann das Bremsen per Bremspedal sogar ganz entfallen. Dennoch ist in Elektroautos immer ein klassisches Bremssystem verbaut, welches jederzeit für Notbremsungen eingesetzt werden kann. Das ist vor allem im Stadtverkehr wichtig.

Die Rekuperation passiert mithilfe einer Nutzbremse, die die Bremsenergie in elektrische Energie umwandelt. Diese Energie kann dann weiterverwendet werden. Im Falle eines Elektroautos wird die gewonnene Energie genutzt, um die Autobatterie aufzuladen. Diese Technik wurde nicht erst mit den E-Autos, sondern schon früh zum Beispiel auch bei elektrischen Schienenfahrzeugen eingesetzt. Bei diesen wird die Energie beispielsweise in die Oberleitung übertragen.


So funktioniert Rekuperation bei Elektroautos.

Wie bereits beschrieben, wird bei der Rekuperation Energie nutzbar gemacht, wenn Sie den Fuß vom Gaspedal nehmen und sich das Elektrofahrzeug verlangsamt oder wenn Sie auf das Bremspedal drücken. Denn Elektromotoren von E-Autos können nicht nur als Motor, sondern auch als Generator fungieren. Das bedeutet, dass das Bremsen den Motor beziehungsweise Generator antreibt. Dieser wandelt die Bewegungsenergie in elektrische Energie um. So kann ein Teil der Energie für das Aufladen des Akkus nutzbar gemacht werden.

Das Auto kann aber nicht ausschließlich durch die Rekuperation aufgeladen werden. Ungefähr 70 % der Energie können maximal zum Laden der Akkus weiterverwendet werden1. Das Elektroauto muss daher trotz der durch die Rekuperation wiedergewonnenen Energie nach einer gewissen Zeit an einer Ladesäule geladen werden – allerdings deutlich seltener.

Grafik Rekuperationsprinzip

Vorteile von Rekuperation.

  • Bremssystem schonen
    Durch die Rekuperation wird das Bremssystem mechanisch weniger belastet. Der Großteil der Bremsvorgänge findet rekuperativ statt – also durch das bloße Wegnehmen des Fußes vom Gaspedal. Deshalb können die Bremsbeläge geschont werden. Vor allem im Stadtverkehr, wo oft gebremst wird, ist dies ein echter Gewinn. Bremsen Fahrer mithilfe des Bremspedals, dann setzt zuerst das regenerative und erst danach das mechanische Bremsen ein. Trotzdem sollten Sie regelmäßig die Bremse betätigen, damit die volle Bremsleistung erhalten bleibt.
  • Energieverbrauch senken
    Durch die Rekuperation können bis zu 70 % der Energie, die beim Bremsen verloren gehen, zum Laden des Akkus genutzt werden. Das bedeutet, dass weniger Energie nötig ist, um mit dem Auto zu fahren.
  • Reichweite erhöhen
    Wird Energie rekuperiert, benötigt das Fahrzeug im Allgemeinen weniger Energieladung. Das bedeutet, dass eine Akkuladung länger hält, weil der Akku während der Fahrt aufgeladen wird. Somit können Sie die Reichweite Ihrer Fahrzeuge erheblich erhöhen.
  • Weniger Tanken bei Hybridfahrzeugen
    Durch die Rückgewinnung von Energie kann ein Hybridauto den Akku länger als Antrieb nutzen, bevor der Verbrennungsmotor unterstützt. Das bedeutet, dass Hybridfahrzeuge durch die Nutzung der Rekuperation weniger Schadstoffe ausstoßen, da sie in der Regel weniger mit Kraftstoffen wie Diesel und Benzin fahren müssen.

Nachhaltigkeit und Umweltschutz.

Elektroautos sind bei der Nutzung emissionsärmer als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren und deshalb eine gute Entscheidung für den Fuhrpark von Unternehmen – vor allem, wenn die Energie zum Laden aus erneuerbaren Quellen stammt.

Möchten Sie ein Elektroauto zum Stehen bringen, müssen Sie theoretisch nicht auf das Bremspedal drücken. Möglich macht dies das sogenannte „One-Pedal-Driving“: Durch das Lösen des Gaspedals kann bis zum Stillstand gebremst werden. Das schont die Bremsbeläge und Sie erzeugen weniger Bremsstaub. Dieser Bremsstaub ist umweltschädlich und kann sich negativ auf die Gesundheit auswirken. Das rekuperative Bremsen sorgt auch dafür, dass die Bremsbeläge geschont werden und sich deren Lebensdauer erhöht. Somit wird der Ressourcenverbrauch verringert.

Darüber hinaus muss das E-Auto dank der Energierückgewinnung weniger häufig geladen werden. Das bedeutet nicht nur, dass Sie Geld sparen, da Ihre Fahrzeuge weniger Strom „tanken“ müssen, sondern auch, dass Sie weniger Energie verbrauchen und der Umwelt etwas Gutes tun. Je nach Art der Energiequelle wird so weniger CO2 ausgestoßen.


Fazit – Warum Rekuperation nutzen?

Bei der Rekuperation wird Energie nutzbar gemacht, die sonst verloren gehen würde. Die wiedergewonnene Energie können Sie zum Aufladen des Akkus nutzen. Folglich muss das Elektroauto weniger häufig an Ladesäulen aufgeladen werden. Das spart nicht nur Energie, sondern ist auch gut für die Umwelt. Da die Bremsen weniger genutzt werden, verringern sich zudem der Verschleiß und in diesem Zuge auch der Ressourcenverbrauch. Die Elektrofahrzeuge Ihres Fuhrparks müssen somit in der Regel weniger häufig zur Wartung und Reparatur. Aufgrund der Energierückgewinnung und des geringen CO2-Ausstoßes sind Elektroautos gut für den Einsatz in einer nachhaltigeren Flotte eines Unternehmens geeignet.


Quellen:
1 Rekuperation beim Elektroauto: So laden Sie Ihren Stromer beim Fahren wieder auf | efahrer.chip.de

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