Das E-Auto – Erfahrungen und persönliche Einblicke von Nutzern.

ID.7 auf der Straße in der Stadt
  • 22.08.2023
  • ca. 3 Minuten

Voll aufgeladen – E-Autofahrer teilen ihre persönlichen Meinungen.

Zu Beginn des Wandels hin zu emissionsfreier Mobilität, als E-Autos noch eher Neuland waren, gab es viele Skeptiker und Stimmen, welche dieser Technologie kritisch gegenüberstanden – zu geringe Reichweite, stundenlanges Laden oder keine Emotionen aufgrund des fehlenden Motorgeräusches waren nur einige Gründe, warum man von einem Kauf absah.

Und dennoch, wie bei allen Innovationen, gab es einige Pioniere, welche dem Thema offen gegenüberstanden und sich ihr eigenes Bild von der E-Mobilität machen wollten. Auch ihnen haben wir es zu verdanken, dass die Akzeptanz gegenüber E-Autos kontinuierlich gestiegen ist.

Gleichzeitig bleiben für viele Nicht-E-Autofahrer gewisse Vorurteile gegenüber E-Autos bestehen. Um zu erfahren, ob diese tatsächlich gerechtfertigt sind, ist es vor allem wichtig mit Personen zu sprechen, welche bereits Erfahrungen mit einem E-Auto sammeln konnten. Infolgedessen wurden Interviews mit Personen geführt, welche regelmäßig E-Autos aus dem firmeneigenen Fuhrpark nutzen, oder einen elektrischen Dienstwagen besitzen1.

Die Informationen basieren auf persönlichen Meinungen und sind nicht repräsentativ.


Experte, Fortgeschritten oder Neuling – So variieren die persönlichen Erfahrungen.

Die persönlichen Erfahrungen mit E-Autos variieren bei den einzelnen Befragten stark. Während die eine oder andere Person bereits seit mehreren Jahren Erfahrungen sammeln konnte, sind andere wiederum erst ganz neu dabei.

Und auch die regelmäßige Nutzung der E-Autos variiert. Dabei können zwei wesentliche Faktoren identifiziert werden, welche direkten bzw. indirekten Einfluss auf die Nutzung haben. So ist beispielsweise zu erkennen, dass Personen, welche in zentraler Lage wohnen (München Innenstadt), eher von dem Besitz eines eigenen Autos absehen und mehr auf den Firmenfuhrpark zurückgreifen. Dies hat wiederum Einfluss auf die Regelmäßigkeit der Nutzung. Wer also kein eigenes Fahrzeug besitzt, fährt auch wesentlich weniger E-Auto (bei den Befragten im Schnitt alle 2–3 Wochen für dienstliche Zwecke).

Die Befragten, welche einen Dienstwagen vor der eigenen Haustür stehen haben, gaben hingegen an, ihr E-Fahrzeug fast täglich zu nutzen. Auch erwähnenswert ist, dass die Reichweite bei keinem der Befragten ein großes Problem darstellt. Da in der Regel eher kurze Strecken zurückgelegt werden und auch mittlere Distanzen mit einer voll aufgeladenen Batterie problemlos zu bewältigen sind, können Reichweitenängste bei den Befragten nicht identifiziert werden. Im Falle von Langstrecken greifen einige gerne mal auf den Zug zurück, da dieser bei dienstlichen Reisen die Möglichkeit bietet, währenddessen zu arbeiten. Aber auch mit dem E-Auto sei es gut möglich lange Strecken zurückzulegen: „Je nach Use Case musst du aus dem Fuhrpark das passende Fahrzeug auswählen, dann ist auch mit der richtigen Planung eine lange Fahrt gut zu bewältigen“.

Die hier dargelegten Informationen basieren auf persönlichen Meinungen und sind daher nicht repräsentativ.


Das Problem mit dem Laden – Stimmt das wirklich?

Neben der Reichweite ist für viele auch das Laden ein Punkt, welcher für die Sorgenfalten verantwortlich ist. So kommen schnell mal negative Gedanken in den Kopf, wie beispielsweise lange Ladezeiten oder eine zu wenig ausgebaute Ladeinfrastruktur. Aber auch hier geben die Befragten überwiegend Entwarnung. Unter anderem empfinden sie das Laden ihres Elektroautos als bequemer im Vergleich zu dem herkömmlichen Tanken eines Verbrenners. Das resultiert daraus, dass der Stromer zumeist über Nacht an der hauseigenen Ladestation aufgeladen wird. Umso besser sogar, wenn das Unternehmen nicht nur die Ladekosten übernimmt, sondern auch die Wallbox subventioniert, wie es bei einigen der Fall ist.

Auch über die schwankenden Spritpreise und das Abpassen des perfekten Zeitpunkts für das Tanken, müssen sich E-Autofahrer keine Gedanken mehr machen. Dies spart nicht nur den Nutzern Zeit, sondern auch dem Unternehmen durchaus eine Menge Geld.

Selbst unterwegs auf langen Strecken, so sagt ein Nutzer, ist es kein Problem mit der Ladezeit. Beispielsweise lädt sein Auto in etwa 23 Minuten von 10 auf 90 Prozent, vorausgesetzt es steht eine Schnellladestation zur Verfügung. Für ihn stellt dies keinen großen Aufwand dar: „Auto hinstellen, anstecken, reingehen, sich einen Kaffee holen und eventuell noch kurz auf die Toilette. Danach ist mein Auto ausreichend geladen“.

Natürlich sollte nicht außer Acht bleiben, dass sich die Befragten größtenteils einig sind, dass die Ladeinfrastruktur noch weiterhin ausbaufähig ist, diese sich dennoch über die letzten Jahre kontinuierlich verbessert hat, weshalb es auch zu keinen großen Unannehmlichkeiten mit der Ladeinfrastruktur gekommen ist.

Wo Probleme identifiziert werden konnten, ist vor allem im Zusammenhang mit den Lade-Apps und der Verfügbarkeit der Ladepunkte. Zum einen haben die Befragten das Gefühl, dass es zu viele unterschiedliche Apps benötigt, um auf alle Ladepunkte zuzugreifen und es oftmals auch keine „Gastfunktion“ oder eine vergleichbare Lösung für den Bezahlvorgang gibt. Darüber hinaus kommt es auch immer mal wieder vor, dass eine zuvor in der App als frei zur Verfügung angezeigte Ladestation bei Ankunft doch besetzt ist. Hier sehen die Nutzer also definitiv Verbesserungspotential.


Angepasste Fahrweise und wenig Emotionen? – So fährt es sich tatsächlich.

Unter den Verbrenner-Fahrern besteht durchaus die Meinung, dass ihnen E-Autos nicht den gleichen Fahrspaß bieten können im Vergleich zu einem Benziner oder Dieselmotor. Natürlich liegt das immer im Auge des Betrachters, was genau unter Fahrspaß verstanden wird. Wenn es wichtig ist, dass man das Auto bereits aus weiter Distanz hört, bevor man es überhaupt sieht, dann können E-Autos mit Sicherheit nicht mithalten. Geht es aber zum Beispiel um das Beschleunigen und die Fahrdynamik, so sind sich die Befragten im Wesentlichen einig, dass auch ihre Stromer diesen Faktor bieten können.

Was vor allem auffällt, ist die angepasste Fahrweise. Für viele bedeutet der Umstieg auf E-Mobilität ein entschleunigtes und entspannteres Fahrerlebnis. Und das nicht nur durch die verringerte Geräuschkulisse. Was vielleicht anfangs als ein Nachteil wahrgenommen wurde, stellt sich bei einigen E-Autofahrern als positiven Aspekt dar. Um die Reichweite optimal auszunutzen, wird in der Regel eine geringere Geschwindigkeit gefahren als es mit dem Verbrenner der Fall war: „Mal eben mit 200 km/h über die Autobahn zu fahren ist mit einem E-Auto zwar möglich, aber man merkt ganz schnell, wie die Reichweite sinkt“.

Für viele ist das langsamere Fahren auch wesentlich stressfreier, da sie entspannter mit dem Verkehr fließen können und nicht ständig beschleunigen und abbremsen müssen. Aber auch die mittlerweile fast schon zum Standard gehörenden Fahrassistenzsysteme, so sind sich die Befragten einig, führen zu einer deutlich entspannteren Fahrweise. Spurhalteassistent, Geschwindigkeitserkennung, etc. machen es heutzutage möglich sorgenfreier von A nach B zu kommen.


Einmal E-Auto immer E-Auto?

Für unsere Befragten steht fest, auch das nächste Auto wird ein E-Auto werden. Nochmal zurück auf Verbrenner umzusteigen ist für sie aktuell undenkbar. Vor allem würden sie auch den Kauf eines E-Autos weiterempfehlen: „Die Technologie entwickelt sich stetig weiter, die Ladeinfrastruktur verbessert sich, und die Vorteile in Bezug auf Umweltfreundlichkeit und Fahrerlebnis überwiegen die Nachteile.“

Jetzt liegt es an Ihnen: Sollten sie sich noch kein eigenes Bild von E-Autos gemacht haben, ist nun die Zeit gekommen.

1 Zur Ermittlung der Informationen wurden 13 Personen interviewt. 9 Personen gaben an, einen Dienstwagen zu besitzen. Die restlichen 4 Personen nutzen regelmäßig E-Autos aus dem firmeneigenen Fuhrpark


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