Elektromobilität 2030 – Wunschdenken und realistisches Ziel?

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  • 08.02.2024
  • ca. 3 Minuten

Realitätscheck: Sind die Elektromobilitätsziele der Regierung bis 2030 umsetzbar?

Mit dem klaren Fokus auf eine nachhaltige und emissionsfreie Mobilität hat die deutsche Bundesregierung ehrgeizige Ziele im Bereich der Elektromobilität bis zum Jahr 2030 gesteckt: Mindestens 15 Millionen vollelektrische Pkw sollen angemeldet sein und auf deutschen Straßen fahren sowie die Möglichkeit haben, an einer Million öffentlichen Ladepunkten ihre Reichweite aufzustocken. Für das Erreichen dieser Ziele geben sowohl die Regierung also auch die betroffenen Branchen ihr Bestes.1

Zudem ist seit Anfang des Jahres 2024 die CSRD-Berichtspflicht in Kraft getreten. Diese verschärft die Nachhaltigkeitsberichtserstattung für knapp 49.000 Unternehmen in Europa, worunter auch ein Teil der Flottenbetreiber fällt. Diese sind insbesondere hinsichtlich der CO2-Emissionen betroffen, was zusätzlich noch einmal Anreize für den Umstieg auf nachhaltige Mobilität setzt.


Klimaschutz ist oberste Priorität.

Der Klimawandel ist eine der größten Bedrohungen für die Zukunft unseres Planeten. Er betrifft sowohl Regierungen als auch Unternehmen und Einzelpersonen, weshalb auch alle ihren Teil dazu beitragen müssen, um die Umwelt und das Klima zu schützen. In Deutschland hat die Bundesregierung im Rahmen des Klimaschutzgesetzes neue Reformen vorangetrieben und zahlreiche Initiativen gestartet, damit wir als Land umweltfreundlicher werden.2 Die Umsetzung vieler dieser Initiativen liegt wiederum in der Verantwortung von Unternehmen und Organisationen.


Strom als Antrieb für den Umweltschutz.

Elektroautos gelten als Schlüssel zur Reduzierung von CO2-Emissionen und spielen eine entscheidende Rolle im Kampf gegen den Klimawandel. Um die Anschaffung eines E-Autos möglichst attraktiv zu machen, hat sich die Bundesregierung immer wieder neue finanzielle Anreize und Förderungen überlegt. Diese reichen von steuerlichen Vorteilen bis hin zu Förderprogrammen für den Ausbau der Ladeinfrastruktur. Obwohl einige dieser Förderungen bereits zum Ende des Jahres 2023 ausgelaufen sind, gibt es immer noch genügend Anreize für Unternehmen und Fuhrparkmanager, auf E-Autos umzusteigen.
Von den finanziellen Anreizen abgesehen, trägt der Umstieg auf Elektromobilität dazu bei, die Luftqualität zu verbessern und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern.


Riesige Schritte bei Innovation und Performance.

Die Elektromobilität brachte der Automobilindustrie den größten Innovationsboom seit Jahrzehnten. Neue Technologien, verbesserte Reichweiten und schnellere Ladezeiten werden kontinuierlich entwickelt. 2021 verglich der ADAC den VW ID.3 mit seinem 10 Jahre zuvor ersten getesteten Auto und kam zu dem Entschluss: Zwischen der Praxistauglichkeit eines VW ID.3 und dem allerersten vom ADAC getesteten Elektroauto liegen Welten. In Zahlen heißt das: Fast das Dreifache an Batteriekapazität und Reichweite bei 2/3 des Kaufpreises.3 Was für die nächsten 10 Jahre an Innovation und Fortschritt genau zu erwarten ist, gehen die Meinungen auseinander. Fest steht: Schlechter wird es bestimmt nicht.


Die Ladeinfrastruktur ist der Schlüssel zur E-Mobilität.

Die Alltags- und Langstreckentauglichkeit von E-Fahrzeugen hängt nicht nur von der eigenen Performance, sondern auch von der gegebenen Ladeinfrastruktur ab. Deshalb ist die Zielsetzung der Bundesregierung, dass bis 2030 deutschlandweit eine Million öffentliche Ladepunkte zur Verfügung stehen. Mit einer steigenden Anzahl an privaten Ladepunkten, könnte so bis 2030 eine flächendeckende Ladeinfrastruktur entstehen. Das Klimaschutzprogramm 2030 beinhaltet neben Steuervergünstigungen auch umfassende Zuschüsse zur Verbesserung der Ladeinfrastruktur. Wichtig dabei ist: Nicht nur die Menge an Ladepunkten wird verbessert, sondern auch deren Leistung und Funktionalität.


Fazit.

Insgesamt bieten die Elektromobilitätsziele der Bundesregierung bis 2030 eine vielversprechende Zukunft für Besitzer und potenzielle Käufer von Elektroautos. Der Wandel hin zu nachhaltiger Mobilität eröffnet nicht nur umweltfreundliche Perspektiven, sondern auch finanzielle Anreize und technologische Innovationen, welche die Elektromobilität zu einer attraktiven Option machen – sowohl für die private als auch für die geschäftliche Nutzung. Werden wir in 6 Jahren 15 Millionen vollelektrische Pkw und eine Million Ladepunkte in Deutschland haben? Das lässt sich heute nicht beantworten, auch wenn das Meinungsbild der Öffentlichkeit und der Experten eher negativ ausfällt. Der Weg dorthin bietet allerdings zahlreiche Chancen für die Regierung, Unternehmen und Einzelpersonen, ihren Teil zur Elektromobilitätswende beizutragen.


Quellen:
1 Nachhaltige Mobilität gestalten und fördern | Bundesregierung
2 Bundesregierung beschließt aktualisiertes Klimaschutzgesetz | Bundesregierung
3 10 Jahre Elektroauto: Die Fortschritte der Technik | ADAC


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